Wie stark sind sozioökonomische Ungleichheiten bei der schulischen Orientierung in Luxemburg?

Iryna Kyzyma fait sa présentation

Das Observatoire nahm mit Freude an der zweiten internationalen Konferenz zu Ungleichheiten und Chancen teil, die in Bari (Italien) vom Department of Economics and Finance der Universität Bari in Zusammenarbeit mit dem Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER) organisiert wurde. Die Veranstaltung brachte Forschende und Praktiker aus der ganzen Welt zusammen, um aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Bildungsaufstieg, Chancenungleichheit und Wohlbefinden zu diskutieren.

In der Sitzung zum Thema Bildung präsentierte Iryna Kyzyma einen Beitrag mit dem Titel „Sozioökonomische Ungleichheiten in Schullaufbahnempfehlungen in Luxemburg: Die Rolle individueller Merkmale und der Peers“, in dem zentrale Ergebnisse des EvoSS-Projekts („Evolution of Social Segregation“) vorgestellt wurden.

Die Ergebnisse zeigen deutliche sozioökonomische Ungleichheiten sowohl in der schulischen Leistung als auch in Schullaufbahnempfehlungen am Ende der Grundschule in Luxemburg. Im Durchschnitt erzielen Kinder aus weniger privilegierten sozialen Verhältnissen schlechtere schulische Leistungen und haben eine geringere Wahrscheinlichkeit, in einen akademisch anspruchsvolleren Bildungsgang eingestuft zu werden als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler aus privilegierteren Familien.

Die Befunde zeigen zudem, dass Peer-Effekte eine wichtige Rolle spielen, insbesondere die sprachliche Zusammensetzung innerhalb der Schulen. Eine ausgewogene sprachliche Durchmischung der Schülerschaft ist mit besseren Leistungen in Sprachfächern für alle verbunden, was die Wichtigkeit der Förderung multilingualer Schulumgebungen unterstreicht.

Mit dieser Arbeit verfolgt das OEJQS weiterhin seine Mission, Ungleichheiten im luxemburgischen Bildungssystem sichtbar zu machen, um langfristig zu deren Verringerung beizutragen.

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