Bereitet das luxemburgische Bildungssystem Kinder und Jugendliche auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vor? – Vorstellung eines thematischen Berichts des OEJQS in der Abgeordnetenkammer

V. l. n. r.: Jean-Marie Wirtgen, Marianne Milmeister, Anne Heniqui, Pierre Stockreiser

Welche Kompetenzen brauchen Kinder und Jugendliche, um die Welt von morgen mitzugestalten – und wie muss sich die Schule verändern, damit sie diese Kompetenzen entwickeln können?

Am 9. Juni 2026 wurde der Themenbericht des OEJQS „Die Rolle des Bildungssystems bei der Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“ in der Commission de l’Éducation nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse derAbgeordnetenkammer vorgestellt.

Auf der Grundlage einer umfassenden Literaturanalyse sowie einer Befragung von Lehrkräften und weiteren Akteuren des Bildungssystems untersucht der Bericht, wie gut die gegenwärtige Unterrichtskultur in Luxemburg auf die Anforderungen einer zunehmend komplexen, digital geprägten und von raschem Wandel bestimmten Welt vorbereitet.

Die Analyse des Berichts stützt sich auf folgende vier Handlungsfelder:

  1. die Förderung der Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts und die daraus abzuleitende Reform der Lehrpläne,
  2. die Weiterentwicklung von Unterrichts- und Bewertungspraktiken hin zu stärker individualisierten Ansätzen, zu kooperativem Lernen und zu formativer Leistungsbewertung,
  3. die pädagogische Integration digitaler Technologien und Künstlicher Intelligenz,
  4. die Rolle und Unterstützung der Lehrkräfte in einem sich wandelnden Bildungssystem.

Auf Basis der Befunde des Berichts formuliert das OEJQS für diese vier Handlungsfelder insgesamt zehn Empfehlungen.

Der Bericht zeigt, dass das luxemburgische Bildungssystem bereits über wichtige Grundlagen für eine Schule des 21. Jahrhunderts verfügt, dass es aber auch Vorbehalte unter den Lehrkräften gibt.

Zur Sitzung: https://www.chd.lu/fr/meeting/1014593

Zurück zu den Aktualitäten